Allgemeines zur Ölfarbe:
Mehrere Schichten möglichst reinster Pigmente, solltem mit gutem Öl dünn aufgetragen und getrocknet werden. Das Licht besitzt dann die Möglichkeit tiefer in die Farben einzudringen und wird vom Leinwandgrund (je nach Farbe der unteren Schichten) reflektiert. Die Wirkung ist eine besonders schimmernde, tiefe Farbe.
Auch wenn diese Reflektion hauptsächlich nur bei Lasurfarben genutzt werden kann, ist auch bei hochwertigen opakeren Farben ein minimales aufschimmern möglich. Dazu ist allerdings ein hauchdünne Farbauftrag nötig.
Durch Trocknungsbeschleuniger- und Verzögerer.., werden die Farbpigmente in Ihrer Ordnung gestört/zerstört, das Licht kann nicht hindurchdringen, die Farben wirken Stumpf und blass. Im Übrigen ist die Konsistenz der auf dem Mark erhältlichen Fraben eher buttrig ja glibschig, anstatt cremig- weich.
Es gibt chemisch gewonnenen Pigmente (z.B. durch Brantsynthese von Rohstoffen) oder natürliche, direkt nutzbare Rohstoffpigmente. Die Seltenheit und der Preis eines Rohstoffes, schieben dem Gebrauch als Pigment oft einen Riegel vor. Dafür gibt es aber auch viele chemische Farben, welche in der natürlichen Welt nicht ersetzt werden können. Beide Varianten sind in der Malerei also unverzichtbar. .
Die Qualität eines Pigmentes wird z.B. unterteilt in:
-Pigmentreinheit
-Lichtechtheit
-Verarbeitungsfreundlichkeit
-eventuell auch Haltbarkeit
Manche Pigmente sind eingestuft als gesundheitsschädlich.
Besonders dort sind der achtsamer Umgang, eine gute Trocknung und vorsichtige Herstellung sehr wichtig- nicht nur für den Maler, sondern auch nachträglich für den Kunden.
Das Öl bindet das Pigment, die Schlussfirnis schützt zusätzlich vor Ausdünstung.
Allgemeines zur Firnis:
Auch die Wahl der Firnis ist extrem wichtig. Möchte man lieber leuchtende tiefere Farben, ist eine möglichst glänzende Firnis anzuraten. Mag der Künstler lieber eine stumpfere oder flachere Optik, sind matte,- wachshaltige Produkte besser.
Die Künstlein hat sich von der Gemäldefirnis von Schminke abgewandt, da diese in der Qualität mangelhaft ist. Insbesondere wegen des Mischungsverhältnisses, welches dazu führt das nach der Trocknung trotzdem ein unangenehmer Klebeeffekt auftritt. Durch die eigene Herstellung der Firnis fehlt dieser Effekt zur gänze, insgesamt ist die Trocknung deutlich einfacher und schneller.
Folgende Farben/Pigmente werden von der Künstlerin derzeit genutzt:
a
.Titanoxid
- warmes strahlendes Weiß, welches genügsam genutzt ein wunderbares Aufhellungsvermögen besitzt
- extrem hohe Bindekraft und Haftfähigkeit sogar auf Glas
- sehr hohes Deckvermögen und Verarbeitungsfreundlichkeit
.-schillert nicht mehrfarbig
.Ultramarinblau
- natürliches dunkles und wirklich strahlendes Blau, hat eine violette Note je nach Lichteinfall
- transparente Farbe besonders zur Lasurmalerei nutzbar, verliert mit Titanoxid nicht an Leuchtkfarft
- extrem Farbbeständig, ergiebiger Farbverbrauch
- gute Hafteigenschaften
.Eisenoxidschwarz
- tieferes Schwarz (das Schwarz von Schmincke -Akademie wirkt dagegen braun!), auch im Sonnenlicht
- sehr gute Hafteigenschaften und äußerst ergiebig
- leichte Verarbeitung, sehr lichtbeständig
.Kadmiumgelb (erstmalig 1825 in Deutschland produziert)
-sehr strahlendes warmes Gelb,-schillert nicht mehrfarbig
-hohe Deckkraft, realtiv gute Verarbeitung
-Hafteigenschaften gut, sehr ergiebige Farbe
-sollte vorsorglich nicht mit Terpentin bzw. schnell verdunstenden Zusätzen verwendet werden, nicht als Wandfarbe geeignet
.Phthalocyaningrün
-extrem kräftiges tiefes Dunkelgrün, hat eine ganz leicht unwirkliche blaue Note-) je nach Lichteinfall
-transparent, sehr leuchtend
-mittlere Hafteigenschaften, Lichtechtheit von 8/8
-leicht aufzuhellen, hoch ergiebig
-schwieriger, nur unter Druck anzurühren
.Cadmiumrot (erstmalig 1910 in einer Fabrik hergestellt)
-sehr leuchtendes tiefes Blutrot, mit einer leicht violetten Nuance
-halbtransparent, sehr ergiebig
-gute Hafteigenschaften, leicht anzurühren
-sollte nicht mit Terpentin bzw. schnell verdunstenden Zusätzen verwendet werden, nicht als Wandfarbe geeignet